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Zusammenschluss mit der Nachbarschaftshilfe Unterhaching

Grünes Licht von allen der rund 50 anwesenden Mitgliedern bekam der Vorstand zur Aufnahme von sogenannten Verschmelzungsverhandlungen mit der Nachbarschaftshilfe Unterhaching bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 8. November.

Werden sich jetzt öfter treffen: Ottmar Lobinger, Vorstandsvorsitzender der Nachbarschaftshilfe Unterhaching, Andrea Schatz, Geschäftsführerin der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen und Gabriele Eggers, Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen (im Bild v.l.n.r.)

Aber warum wollen sich die beiden Nachbarschaftshilfen überhaupt zusammenschließen?
Viele Dienste, gerade im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen, kann die Nachbarschaftshilfe Unterhaching nicht anbieten, da sie bis jetzt „auf rein ehrenamtlicher Basis“ Hilfen vermittelt, welche dann aber nicht über die Kranken- bzw. Pflegekassen abgerechnet werden können. Auch die Gewinnung von Ehrenamtlichen wird immer schwieriger und die Entwicklung neuer Angebote fast unmöglich. Durch die Verschmelzung mit Taufkirchen kann auf ein großes Know-how für die notwendigen Schritte der Professionalisierung zurückgegriffen werden. Denn in Taufkirchen wird bereits seit 20 Jahren so gearbeitet.

Die Taufkirchner Nachbarschaftshilfe ist auch heute schon in der Gemeinde Unterhaching aktiv. Sie vermittelt seit über 10 Jahren die Tageseltern für die Gemeinde Unterhaching und betreibt seit diesem Jahr einen eigenen Ersatzbetreuungsstützpunkt. Außerdem gibt es die gemeindeübergreifenden Angebote wie den Familienstützpunkt und die Service- und Beratungsstelle für ältere Menschen, die vom Landkreis gefördert werden. Natürlich können die neuen Aktivitäten in Unterhaching schrittweise nur so ausgebaut werden, wie zusätzliche Ehrenamtliche und Mitarbeitende gefunden werden können.

In einer Wortmeldung auf der Mitgliederversammlung hat es die Ehrenvorsitzende und Mitinitiatorin der Nachbarschaftshilfe Taufkirchen, Marianne Boegner, treffend formuliert: „Von Anfang an haben die Nachbarschaftshilfen seit ihren Gründungen zusammengehalten, sich getroffen und sich gegenseitig unterstützt. Dadurch entstand ein starkes Gefühl der Verpflichtung gegenüber der Nachbargemeinde. Es kann nur gut sein, einander zu helfen und miteinander an den sozialen Problemen zu arbeiten, die wir haben.“
Und in diesem Sinne wird die vereinte Nachbarschaftshilfe auch in Zukunft weiterarbeiten. Wenn alles wie geplant läuft, könnte die Zusammenlegung bis Herbst 2022 abgeschlossen sein.